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Cover 'Grundlagentexte zur Fernsehwissenschaft'Grundlagentexte zur Fernsehwissenschaft

Der Band versammelt zentrale Texte zu Theorie, Geschichte und Analyse des Fernsehens. Die Zusammenstellung folgt der Einsicht, dass Fernsehen durch die Überschneidung ganz unterschiedlicher Prozesse (Politik, Ökonomie, Technologie, Popkultur u.a.) geprägt wird, die diesem Medium immer wieder neue Funktionen verleihen. Entgegen des geläufigen Verfahrens, Fernsehen durch Betonung einiger weniger Aspekte zu zähmen, wird das Medium hier in seiner vollen Heterogenität thematisiert: Programmstrukturen und Rezeption, Ästhetik und Technik, Institutionen und Ideologien werden in Bezug zueinander gesetzt.
Gemeinsam ist den Beiträgen, die u.a. kulturwissenschaftliche, philosophische, soziologische Ansätze vertreten, dass sie Fernsehen in vielfältigen historischen, medialen und kulturellen Zusammenhängen verorten und dadurch neue Perspektiven auf das Medium gewinnen. Der Band macht dabei Texte aus der britischen, US-amerikanischen und französischen Diskussion zugänglich, die zum Teil zentrale Bezugspunkte, zum Teil aber auch eine produktive Ergänzung der etablierten deutschsprachigen Medienwissenschaft darstellen. Als Reader für Studierende von Medien- und Kommunikationswissenschaft konzipiert, bietet die Textsammlung auch Lehrenden, Journalisten, Medien-Praktikern u.a. eine Grundlage für eine fundierte und multiperspektivische Auseinandersetzung mit den kulturellen und gesellschaftspolitischen Dimensionen von Fernsehen.

Aus dem Inhalt:
RAYMOND WILLIAMS: Programmstruktur als Sequenz oder flow
JOHN ELLIS: Fernsehen als kulturelle Form
DONALD HORTON, R. RICHARD WOHL: Massenkommunikation und parasoziale Interaktion
STUART HALL: Kodieren/Dekodieren
STANLEY CAVELL: Die Tatsache des Fernsehens
JOHN T. CALDWELL: Televisualität
LYNN SPIGEL: Fernsehen im Kreis der Familie
JOHN HARTLEY: Die Behausung des Fernsehens. Ein Film, ein Kühlschrank und Sozialdemokratie
WILLIAM URICCHIO: Medien, Simultaneität, Konvergenz. Kultur und Technologie im Zeitalter von Intermedialität
FRANCESCO CASETTI, ROGER ODIN: Vom Paläo- zum Neo-Fernsehen
STUART HALL: Die strukturierte Vermittlung von Ereignissen
TANIA MODLESKI: Die Rhythmen der Rezeption. Daytime-Fernsehen und Hausarbeit
RICK ALTMAN: Fernsehton
DANIEL DAYAN, ELIHU KATZ: Medienereignisse
IEN ANG: Zuschauer, verzweifelt gesucht
JOHN FISKE: Videotech

 

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