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Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Montanhistorisches Dokumentationszentrum

 

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
Tel.: (0234) 58 77 -0
Fax: (0234) 58 77 -111
E-Mail: info@bergbaumuseum
www.bergbaumuseum.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 8.30 - 17.00 Uhr
Sa, So und Feiertage 10.00-17.00 Uhr
Mo geschlossen

Das 1930 gegründete Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) ist weltweit das größte Bergbaumuseum und zugleich ein renommiertes Forschungsinstitut für Montangeschichte. Die Ausstellungen über Tage und ein originalgetreues Anschauungsbergwerk vermitteln den Besuchern Einblicke in die Welt des Bergbaus. Das Fördergerüst bietet einen beeindruckenden Blick über Bochum und das Ruhrgebiet. Forschungsschwerpunkte der Wissenschaftler sind die Geschichte und Technik des Montanwesens sowie das Kulturgut-Management, wobei Letzteres die Dokumentation, den Schutz und die Erhaltung von Kulturgut vor allem des Montanwesens umfasst. Die Forschung erstreckt sich dementsprechend nicht nur auf den Bergbau, sondern auch auf das Hüttenwesen. Innerhalb des DBM fungiert das Montanhistorische Dokumentationszentrum (montan.dok) als zentrale Dokumentations- und Servicestelle und zugleich als Forschungseinrichtung für die Montangeschichte seit der Industrialisierung.


 
Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok)
 

Mit der Gründung des montan.dok Anfang 2001 griff das DBM forschungspolitische Forderungen nach einer stärkeren Kooperation zwischen den Dokumentationsbereichen auf. Im Sinn einer strategischen Neuausrichtung der wissenschaftlichen Informationsversorgung und der Forschung wurden die Dokumentationsbereiche Bergbau-Archiv, Bibliothek/Fotothek sowie die Musealen Sammlungen unter einem gemeinsamen Dach zusammengefasst. Mit dieser Verklammerung sollte neben organisatorischen Synergieeffekten vor allem der integrierte Zugriff und die interdisziplinäre Auswertung der vielfältigen Quellen im DBM gestärkt werden. Ein zentraler Grundgedanke bei der Etablierung des montan.dok als einer zentralen Servicestelle und Forschungseinrichtung war das Verständnis, alle schriftlichen und audio-visuellen Primär- und Sekundärquellen sowie alle dinglichen Objekte begriffserweitert als montanhistorisch relevante Dokumente anzusehen.

Blick ins Archiv

Das Bergbau-Archiv wurde auf einem Höhepunkt der Bergbaukrise am 1. Juli 1969 gegründet, als die zahlreichen Zechenstilllegungen das Problem einer langfristigen Aufbewahrung der historisch relevanten Unterlagen des Bergbaus akut werden ließen. Als zentrales Wirtschafts- und Branchenarchiv ist es überregional tätig und sichert und erschließt Unterlagen aus dem gesamten deutschen Bergbau. Gegenwärtig beherbergt das Bergbau-Archiv mehr als 270 Bestände und über 30 Sondersammlungen, die etwa fünf Regalkilometer Fläche belegen. Infolge der überregionalen Zuständigkeit betreffen die Bestände zunächst die verschiedenen Bergbausparten, wobei der Erz- und der Steinkohlenbergbau Schwerpunkte darstellen. Ferner kann man die Bestände in vier Gruppen untergliedern, nämlich in die Überlieferungen von Konzernen, von Einzelzechen, von Bergbauverbänden und von Privatpersonen. Hinzu kommen zahlreiche archivische Sondersammlungen, darunter die umfangreiche Filmsammlung.

Bestandsbeispiel Bibliothek

Die Bibliothek wurde 1936 ursprünglich als Arbeitsbibliothek für die Museumsmitarbeiter eingerichtet. Mit der gezielten Erwerbung wichtiger montanhistorischer Werke erfuhr das Funktionsprofil aber schon bald eine Erweiterung. Diese Doppelfunktion kennzeichnet bis heute Aufgaben und Bestände der Bibliothek: Als wissenschaftliche Spezialbibliothek sammelt sie Publikationen zum Montanwesen, bewahrt diese dauerhaft auf und macht sie internen wie externen Benutzern zugänglich. Darüber hinaus hält sie die von den Mitarbeitern und Wissenschaftlern des DBM benötigte Literatur vor bzw. beschafft diese. Derzeit umfassen die Bestände ca. 30.000 Monographien und etwa noch einmal so viele Zeitschriftenbände. Der Bibliothek ist die Fotothek angegliedert. Sie enthält weit über 20.000 inventarisierte Fotos sowie einige noch nicht erschlossene Fotosammlungen.

Grubenlampe

Die historischen Wurzeln der Musealen Sammlungen des DBM sind in der bereits 1864 gegründeten Westfälischen Berggewerkschaftskasse zu suchen, die zum Zweck der Präsentation des rheinisch-westfälischen Bergbaus in der Öffentlichkeit und zu Lehr- und Ausbildungszwecken umfangreiche Sammlungen angelegt hatte. Diese bildeten den Grundstock der Musealen Sammlungen des DBM und wurden seitdem durch die zahlreichen Aktivitäten des Museums weit über den deutschsprachigen Raum hinaus erweitert. Heute finden sich bergbauliche Relikte aus aller Welt in den Musealen Sammlungen und dokumentieren die Entwicklung des Montanwesens vom Beginn bergbaulicher Aktivitäten in der Vor- und Frühgeschichte bis in die heutige Zeit. Insgesamt beherbergen die Ausstellungsräume und vor allem die Depots gut eine Viertelmillion unterschiedlichster Objekte. Das Spektrum reicht von der Briefmarke bis zum Fördergerüst über dem DBM als dem größten und wohl auch markantesten musealen Objekt.

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Die Filmsammlung
 

Die Filmsammlung im montan.dok/Bergbau-Archiv ist im Zuge der zahlreichen Übernahmen der Altunterlagen von Bergbauunternehmen und -verbänden seit der Gründung des Bergbau-Archivs 1969 herangewachsen. Heute ist sie, neben den Beständen des Bundesarchivs-Filmarchivs, die größte Sammlung historischer Bergbaufilme in der Bundesrepublik.

Blick ins Filmmagazin

Die Filmsammlung umfasst über 2800 Filmrollen und gut 500 Videokassetten mit insgesamt mehr als 1200 Titeln (Stand 2008). Die Filme sind in einer Datenbank erfasst und zu einem großen Teil gesichtet und verzeichnet. Überwiegend handelt es sich um Kopien unterschiedlichster Stufen, es finden sich aber auch Ausgangs- und Originalmaterialien. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die Filme analog, in den Formaten 16 mm und 35 mm bzw. als VHS oder DVD vor.

Zeitlich stammen die Filmdokumente hauptsächlich aus den 1950er bis 1980er Jahren. Inhaltlich decken sie ein weites Spektrum ab, wobei bergtechnische Filme - vornehmlich Lehrfilme - dominieren. Neben einzelnen Bergbauunternehmen und Zechen traten vor allem die Bergbauzulieferindustrie und die Bergbauverbände als Auftraggeber und Produzenten auf, allen voran der Steinkohlenbergbauverein in Essen und die Westfälische Berggewerkschaftskasse in Bochum. Eine weitere Gruppe bilden "Repräsentationsfilme", die eine einzelne Schachtanlage, ein Unternehmen oder eine ganze Industrieregion vorstellen und oft werbenden Charakter haben. Hervorzuheben sind ebenso eine größere Zahl von Werbefilmen und -spots aus den 1950er bis 1970er Jahren, die vornehmlich von der Deutsche Kohle Marketing GmbH bzw. deren Vorläuferorganisationen stammen, sowie ein umfassender Bestand an Arbeitsschutzfilmen der Bergbauberufsgenossenschaft.

Plakat 'Bergbaufilme'

Mit den bergbaubezogenen Filmen ist der größte Teil der Sammlung in einem 2005 vorgelegten Inventar zur Überlieferung von Bergbaufilmen in der Bundesrepublik Deutschland, das auch Filme in anderen Archiven und Dokumentationsstellen nachweist, beschrieben: Bergbaufilme. Inventar zur Überlieferung in Archiven, Museen und anderen Dokumentationsstellen in der Bundesrepublik Deutschland, bearb. von Stefan Przigoda unter Mitarbeit von Holger Menne, Bochum: Deutsches Bergbau-Museum, 2005 (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Bd. 130; = Schriften des Bergbau-Archivs, Bd. 16), ISBN: 3-937203-12-5.

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Benutzungshinweise
 

Die Bestände des montan.dok stehen der Öffentlichkeit im Rahmen der Benutzungsordnung des montan.dok zur Einsichtnahme zur Verfügung. Hierfür sind eine vorherige Anmeldung und ein schriftlicher Benutzungsantrag erforderlich. Die Nutzung der Filmsammlung unterliegt besonderen Regelungen.

Benutzerraum

Der Benutzerraum ist von Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16.00 Uhr, Freitag von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Eine Ausleihe ist nicht möglich. Fotokopien und Reproduktionen werden nur in begründeten Ausnahmefällen und in begrenzter Zahl gegen Gebühr angefertigt. Das Fotografieren im Benutzerraum ist nicht gestattet.

Einen ersten Überblick über die vorhandenen Bestände gibt die Online-Datenbank des montan.dok unter www.montandok.de. Allerdings sind hierin noch nicht alle vorhandenen Unterlagen nachgewiesen, so z. B. auch nicht die Filmsammlung im Bergbau-Archiv.

Anschrift:
Deutsches Bergbau-Museum
Montanhistorisches Dokumentationszentrum
Am Bergbaumuseum 28
D-44791 Bochum
Tel.: (0234) 58 77 154
Fax: (0234) 58 77 111
E-Mail: montan.dok@bergbaumuseum.de


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